Mittwoch, 20. April 2011

Die erste Zeit in Lima!

Hallo ihr Lieben,

herzlich Willkommen in meinem Blog! Hier versuche ich euch regelmäßig zu berichten, wie es mir in Lima und Peru so ergeht.

Nach über einem Monat ist schon viel passiert, aber ich fange am besten am Anfang an.

Am 3. März wollte ich morgens früh um 4:33 Uhr mit dem ersten Zug aus Emmerich zum Frankfurter Flughafen fahren. Als wenn ich nicht schon genug aufgeregt gewesen wäre so kurz vor meinem Auslandsjahr in Lima, sorgte die geliebte Deutsche Bahn für noch mehr Spannung. Naja, eigentlich war es höhere Gewalt. Da sich traurigerweise ein Jeck in Siegburg vor den Zug schmiss, wurde die ICE-Strecke gesperrt und der Zug über Bonn/Koblenz umgeleitet. Somit bekam ich nochmal mein geliebtes Bonn zu Gesicht. Das war mir aber egal, denn ich machte mir große Sorgen, dass der Zug überhaupt noch pünktlich am Flughafen ankommen würde! Den Check-In-Schalter erreichte ich dann buchstäblich (!) in letzter Minute!!! Oh man, ich weiß nicht, was ich gemacht hätte, wenn ich meinen Flieger verpasst hätte! Im Flugzeug traf ich schließlich auf Hannah und Vera, die anderen beiden Mädels aus Bonn, die auch 1 Jahr in Lima studieren werden. Nun konnte es losgehen...
Nach 10 Flugstunden bis Caracas/Venezuela und weiteren 4 Stunden, kamen wir endlich in Lima an. Ich wurde vom Besitzer meines Studentenhauses und seiner Frau (die Holländerin ist und aus Maastricht kommt :-)) vom Flughafen abgeholt. In meiner neuen Bleibe angekommen, fiel ich nach ca. 45 Stunden ohne Schlaf (in der Nacht vor der großen Reise machte ich auch kein Auge zu) nur noch todmüde ins Bett.

Am nächsten Tag besuchte ich Vera und Hannah in ihrem Studentenwohnheim und wir erkundeten mit ihren Mitbewohnern unser Stadtviertel und schlenderten über den Uni-Campus. Abends fand dann gleich eine spontane Fete in ihrem Wohnheim statt und es gab Pisco Sour (Schnaps aus Weintrauben mit Limettensaft, Eiweiß), das peruanische Nationalgetränk (ihr Lieben, die ihr in Chile ward, werdet jetzt das Gegenteil behaupten :-)). Sehr lecker!

Ich selbst wohne mit 10 anderen Austauschstudenten (2 Franzosen, 2 US-Amerikanerinnen, 1 Österreicherin, 1 Tschechin, 1 Slowake, 1 Norwegerin, 1 Taiwanese,1 Südkoreanerin) in einem schönen Haus im netten, ruhigen und sicheren Stadtviertel 'Pueblo Libre'. Wie im Wohnheim in Bonn, haben wir auch eine Dachterrasse (ohne Rheinblick ;)) und eine Reinemach-Frau. Mittlerweile habe ich schließlich gewisse Ansprüche ;-)
Ein paar spanische Muttersprachler wären nicht schlecht, aber alle sind supernett und wir sprechen nur Spanisch untereinander.

Am Tulpensonntag war auch in Lima Karneval angesagt, jedoch ganz und gar nicht rheinisch. In einem Bus voller Peruanos und Internationalos fuhren wir ins Stadtviertel Barranco. Dort wurden wir gleich von einer karnevalistischen Gruppe mit roter und violetter Farbe am ganzen Körper angemalt. Dann sind wir durch die Straßen gezogen und es kamen immer mehr bunte Leute. An den Häusern vorbeilaufend, riefen alle laut 'agua, agua' und somit wurden wir mit Eimern Wasser oder Gartenschläuchen nass gemacht. Alles in allem war es ein großer, nasser, bunter Spaß!

Die restlichen freien Tage vor dem Unistart haben wir für einen Strandbesuch und weitere Stadterkundungen genutzt.

Ich habe mich schnell und gut eingelebt. Habe viele nette peruanische und internationale Leute kennengelernt und habe jetzt erstmal keine Lust mehr auf Small-Talk. :-)
Es ist so schön wieder in 'Latinoland' zu sein und den ganzen Tag Spanisch zu hören und zu sprechen.
Wie es mit der Uni so läuft, berichte ich dann beim nächsten Mal. Ich fahre heute für ein paar Tage nach Ayacucho und muss gleich noch in die Uni.

Ich wünsche euch allen schöne Ostertage!!

Viele Grüße & Küsse,
Kristina

P.S.: Das Klima in Lima ist prima :-)

1 Kommentar:

  1. Hallo Kristina,
    ich bin durch Zufall auf deinem Blog gelandet und hätte mal eine Frage an dich. Wie bist du an das Auslandssemester gekommen und was studierst du in Lima? Hätte an einem Auslandsemester nämlich auch Interesse.
    Zur Zeit bin ich auch in Lima. Ich absolviere hier ein Fsj und wohne auch in Pueblo Libre.
    Ich freue mich auf eine Antwort.
    Liebe Grüße Maike

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